Obedience - Hundesport mit Präzision und Freude
Das oberste Ziel im Obedience ist die exakte und freudige Zusammenarbeit zwischen Hund und Hundeführer. Dabei liegt der besondere Fokus auf dem Gehorsam, der Konzentration und der Motivation des Hundes.
Obedience ist international anerkannt. So kann neben den deutschen Meisterschaften im dhv und VDH auch an FCI Weltmeisterschaften teilgenommen werden.
Klassische Übungen sind die Fußarbeit mit allen Grundkommandos, Apportier- und Distanzübungen, das Identifizieren eines Gegenstandes und die Gruppenarbeit (Ablage / Absitzen) von mehreren Hunden. Das Team wird hier von einem Ringsteward durch die Prüfung begleitet. Dieser gibt die exakten Zeitpunkte vor, an denen Kommandos gegeben werden dürfen und leitet auch örtlich durch die Prüfung.
Grundsätzlich ist Obedience für alle Hunderassen geeignet. Die Rasse wird beim Richten berücksichtigt und die Höhe der Hürden wird an die jeweilige Höhe des Hundes angepasst. Nichts desto trotz erleichtert ein hoher Arbeitswille des Hundes den Aufbau und die Ausführung im Obedience.
Als Hundeführer ist mit einem hohen Trainingsaufwand zu rechnen, da sehr detailorientiert trainiert werden muss. Dabei sind häufig viele kreative Ansätze für unterschiedliche Hunde notwendig. Auch als Hundeführer ist hierbei ein hohes Maß an Frustrationstoleranz und Konzentrationsfähigkeit notwendig. Obedience fordert und fördert die Bindung und das Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer (gerade durch viele Distanzarbeit) und die Impulskontrolle des Hundes (bei vielen Übungen muss der Hund warten und erst auf das Signal maximale Power geben).
Beim Obedience finden sich 5 Leistungsklassen:
Beginner (VDH)
Klasse 1 (FCI)
Klasse 2 (FCI)
Klasse 3 (FCI)
Senioren (VDH)
Zugangsvoraussetzung für die Obedience Beginner-Klasse ist eine bestandene FCI-BH/VT. Ein Aufstieg in die nächst höhere Klasse ist mit einem vorzüglich (80%) möglich.
An der Seniorenklasse kann nach einer bestandenen Klasse 1 teilgenommen werden, wenn der Hund mindestens 8 Jahre alt ist. Diese zeichnet sich durch weniger körperlichen Impact auf den Hund aus.
Bewertet wird jede Übung mit einer Punktzahl (0 - 5 - 5,5 - 6 - 6,5 - 7 - 7,5 - 8 - 8,5 - 9 - 9,5 - 10), die mit einem Koeffizienten (2-4) multipliziert wird. Maximal können 320 Punkte erreicht werden. Bewertungskriterien sind die Exaktheit, das Tempo, die Haltung und die Arbeitsfreude.
Obedience ist damit perfekt für Menschen, die gerne präzise arbeiten und ihren Hund geistig fördern möchten.
Deutscher Hundesportverband e.V. "Obedience Infos & News"